Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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eine größere, als er vor ſich ſelbſt einräumte. Sie hatte ihn ihren Paladin genannt, er war ſtolz auf dieſen Titel und ſo feſt entſchloſſen geweſen, ihn zur Wahrheit zu machen. Sollte er nun, da ihn der König verſtoßen und geächtet, ganz auf dieſen Titel und ſeine Verwirklichung verzichten? Konnte die Königin bei den über ihr Haus hereinbrechenden Geſchicken nicht erſt recht eines Paladins bedürftig werden? Von geheimen und offenen Feinden umgeben, war ſie den ſchwerſten Bedrängniſſen ausgeſetzt, wenn den König ein ſchwarzes Verhängniß ereilen ſollte. Um ihretwillen redete er ſich ein durfte er ſich nicht in die mähriſchen Wälder vergraben, ſondern mußte er auf der Wacht ſein, den Gang der Ereigniſſe im Auge behalten, um zur rechten Zeit auf dem Plan zu ſein, wenn die Königin ſeiner bedurfte. Wer weiß auch dachte er kommt der König nicht durch das Unglück zur Erkenntniß und ſucht dann die Hand, die er jetzt zurückgeſtoßen.

So kam er, wenn auch der Gedanke an Weib und Kind ſich dann und wann geltend machen wollte, doch zu dem feſten Entſchluß, in der Nähe des Schauplatzes der Ereigniſſe zu bleiben, alſo nicht nach Malyhrad zu gehen. Er begnügte ſich ein paar Boten dahin abzu⸗ ordnen, die Libusa grüßen und ihm über ihr Befinden und etwaige Anliegen Bericht erſtatten ſollten.