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brannte wider ſie in böſer Luſt. Nina wies ihn gebüh⸗ rend zurück und beſchwor mich und die Eltern, die Hoch⸗ zeit zu beſchlennigen. Es ſollte geſchehen, aber als wir zum Pfarer kamen, die Trauung zu beſtellen, erklärte er uns, daß er uns nicht trauen könne, weil Herr Witek von Neuhaus ſeine Einwilligung nicht gebe, vielmehr ſie als leibeigene Magd in ſeinen Dienſt fordere. Meine Braut eine leibeigene Magd? Ich ſagte dem Pfarrer, das könne nicht ſein, denn nie ſei in Böhmen die Schmach der Leibeigenſchaft aufgekommen. Er erklärte mir, die Witek von Neuhaus hätten vor mehr als hundert Jahren in den Polenkriegen viele Gefangene gemacht und dieſe als Leibeigene auf ihre Güter gebracht. Von einem dieſer Leibeigenen ſtamme Nina's Vater, der auch als Herrn Witeb's Meier Leibeigener geblieben ſei. Ver⸗ gebens waren die Bitten unſerer Väter bei dieſem ſtolzen Lechen: meine Braut ſollte und mußte als Leibeigene auf die Burg Neuhaus ziehen, und als ſie ſich weigerte, ward ſie mit Gewalt dahin geſchleppt. Da rief ich alle Freiſaſſen der Gegend zur Rache und Befreiung auf⸗ Eine große Zahl herzhafter Männer folgte meinem Rufe und wir zogen ſtürmend gegen die Burg. Aber der Feind hatte ſich vorgeſehen, er fiel über uns her, erſchlug und fing Viele, die Uebrigen ergriffen die Flucht. Ich war unter den Gefangenen. Ein langes, langes Jahr lag ich


