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Glückes, wo ſchwere Unbill Euch nicht das Herz verbittert hatte, wo Ihr die Menſchen noch als Brüder betrachtet und nicht den Guten mit dem Böſen zuſammen warfet. O könnte ich die Tage einer ſchönen Vergangen⸗ heit wieder auferwecken in Euch!“
„Ja, es waren ſchöne, ſelige Tage, da ich noch lebte im Frieden meines Dorfes, die Stütze meiner Eltern, der Bräutigam der ſchönſten Maid an den waldigen Ufern der Neſcharka. Wir waren freie Leute, urſprünglich herab⸗ gezogen von den mähriſchen Bergen, wo meine Eltern ſeßhaft geweſen. Die Ererbung einer freien Hufe im ſchönen Thale der Neſcharka zwiſchen Jaroſchau und Neuhaus war die Veranlaſſung. Dort lernte ich Nina kennen, die Tochter eines Meiers Herrn Witek's von Neuhaus. Ich glaube, Ihr habt mir's angethan, weil Ihr auch ſo ſchön ſeid wie Nina. Ihr habt denſelben ſchlanken Wuchs, daſſelbe liebliche Angeſicht, dieſelben Augen, die mir ſo allmälig in die Seele leuchteten, da ich ſie zum erſtenmale ſah, wie ſie gerade Flachs breitete auf dem Felde ihres Vaters. Seitdem hatte ich nur Ge⸗ danken für ſie, ich warb um ſie und gewann ihr Herz. Die Väter wurden einig und der Tag der Hochzeit feſt⸗ geſetzt. Es gab kein glücklicheres Brautpaar als wir zwei. Da ſah Herr Ulrich von Neuhaus, Herrn Witek's älteſter Sohn, die ſchöne Tochter ſeines Meiers und ent⸗


