Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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Menſchen ſo ſchweres Unrecht zugefügt worden, daß je⸗ der Funke menſchlichen Gefühles in ihm erloſchen.

Ja, das weiß Gott, ſie haben mir ſchweres Un⸗ recht zugefügt ſie haben mir das Herz zerfleiſcht und dann mit Füßen getreten ſie haben mir Blut und Galle vergiftet und alles Licht in meinem Leben aus⸗ gelöſcht. Die Stimme des Alten war weicher und die Düſterheit ſeines Antlitzes nahm einen milderen Aus⸗ druck an.

Armer Mann! ſagte Libusa bewegt;ich dachte es gleich, daß Ihr nur unglücklich, aber nicht eigentlich böſe wäret. Gott verzeihe denen, die Euch ſo weh gethan und verwandelt

Was! Ihr bittet für ſie? fuhr der Burgvoigt auf.Gott verderbe ſie, die ſchändlichen, übermüthigen Räuber, die mir das Liebſte geraubt und verdorben, die mein Leben öde und elend gemacht, und die ſich jetzt wie⸗ der gegen den König empören, um jede Schranke gegen ihre Gier und ihren Uebermuth niederzureißen!

Libusa erſchrak, weil dies auf die Witkowetze zu deuten ſchien. Wie wenig Hoffnung auf Erfolg hatte ſie, wenn der Burgvoigt die Witkowetze ganz beſonders als ſeine Feinde betrachtete! Aber ſie unterdrückte ihre Ban⸗ gigkeit und ſagte ſcheinbar unbefangen:

Ich hätte Euch kennen mögen in den Tagen Eures