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ſchaft derſelben alle Hände voll zu thun; denn der König liebte es, bei außergewöhnlichen Veranlaſſungen und an neuen Orten ſeine Gemahlin mit großem Pomp auf⸗ zuführen. Libusa's Thätigkeit war bei den Reiſeanſtalten ſo in Anſpruch genommen, daß ihr keine freie Minute übrig blieb. Wohl wollte ihr dabei der Kummer um den theuren Gefangenen oft das Herz brechen, aber ſie ſuchte und fand im gläubigen Gebet friſchen Starkmuth und die freudige Zuverſicht, daß es ihr doch noch gelingen werde, in den Kerker zu dringen und für den Mann ih⸗ res Herzens Großes zu vollbringen. Glücklicherweiſe be⸗ fand ſie ſich nicht unter dem Theile der königlichen Die⸗ nerſchaft, welcher ihre Gebieterin nach Pilſen begleiten mußte; die Königin hatte beſchloſſen, ſie als Geſellſchaf⸗ terin ihrer älteſten Prinzeſſin zurückzulaſſen, die für Li⸗ busa eine große Vorliebe gefaßt hatte.
Am Vorabende der Abreiſe ertheilte ihr die Königin noch manche Verhaltungsbefehle. Am Schluße ſagte ſie: „Du haſt Dir ein Recht auf mein Vertrauen erworben; Du haſt Dein Herz bekämpft, das Dich in's Berderben ſtürzen wollte. Ich kann mir aber denken, daß Dir darum doch das Schickſal des Mannes, dem Deine unglückliche Neigung galt, nicht gleichgiltig geworden; es wird Dich daher beruhigen, wenn ich Dir ſage, daß ich Hoffnung habe, den König zur Milde gegen ihn zu ſtimmen. Er hat


