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welche nicht nur Euch, ſondern das ganze Vaterland in den Abgrund des Verderbens ſtürzen wollte.“
„Wohl ihm, wenn ihn das Gericht unſchuldig findet,“ verſetzte der König.„Das Recht möge ſeinen Lauf haben; geht er gerechtfertigt aus der Unterſuchung hervor, dann wird es Zeit ſein, eine Vereinbarung mit ihm zu verſuchen, natürlich ohne der königlichen Würde etwas zu vergeben.“
Die Königin antwortete mit einem Seußzer; ſie hatte keine Hoffnung mehr, den König gegen den Ge⸗ fangenen milder zu ſtimmen. Als ſie wieder allein war, brach ſie in Thräneen aus. Sie bereute, den Mann, für den ſie ein ſo mächtiges Intereſſe empfand, vor der ihm drohenden Gefahr nicht gewarnt zu haben. Zwar war ſie nicht in dem Grade, wie ſie dem Könige gegenüber vor⸗ gab, von Zäwis' Unſchuld überzeugt— der Umſtand, daß er vor dem verdächtigen Hauſe in verdächtiger Stunde in Geſellſchaft eines eingeſtandenen Mitver⸗ ſchworenen verhaftet worden, zeugte zu ſehr wider ihn; aber ſie ſuchte und fand mehr als einen Entſchuldigungs⸗ grund für ihn, der ſtärkſte war die herbe Abfertigung, die er mit ſeiner Sendung beim König erfahren. Dabei war ſie ſich vollkommen darüber klar, daß ſeine Richter ſich auf keinen Entſchuldigungsgrund einlaſſen, daß ſie die ganze Schwere des Geſetzes walten laſſen würden,


