Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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lich gen Oeſterreich aufbrechen und in Eilmärſchen gegen Paſſau rücken. Er, der König, wolle ſich in Pilſen mit der Armee vereinigen.

Unter ſolchen Umſtänden konnte Otakar den Verlauf des Prozeſſes wider die Verſchwörer nicht länger ab⸗ warten. Er empfahl dem Oberſt⸗Hof⸗ und Landrichter die ſtrengſte Unterſuchung und begab ſich dann zur Königin, um ihr die erhaltenen Botſchaften mitzutheilen.

Sie zeigte ſich nur durch die Meldung von der Unterwerfung Boreſch's von Rieſenburg, nicht aber von dem Abfall des Baiernherzogs überraſcht.Ich habe es vorausgeſehen, daß es einmal zum Bruche mit Baiern kommen werde, ſagte ſie,die Deutſchen werden nie ver⸗ läßliche Freunde der Böhmen ſein. Und da einmal der Bruch nicht ausbleiben konnte, ſo iſt es beſſer, er kam jetzt als ſpäter. Hätte Euch der Baier mitten im Kampfe verlaſſen, ſo konnte er Euch leicht den Untergang be⸗ reiten.

Ihr habt Recht; noch bleibt mir jetzt Zeit, dem Habsburger den Einfall in das Herz Oeſterreichs zu wehren, und ich hoffe ihn mit einer blutigen Lection heimzuſchicken. Ich hoffe es um ſo mehr, als Gott zuvor die Anſchläge meiner innern Feinde zu Schanden gemacht. Da das Haupt der Witkowetze in meine Gewalt gefallen und das Haupt der Rieſenburge ſich mir freiwillig unter⸗