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ihres Vaters an Eurer Hoheit zu rächen ihr Lebenszweck ſei, hat ſeitdem kein Wort mehr geredet und verſchmäht von ſelbſt Speiſe und Trank—“
„Ein merkwürdiges Geſchöpf!“ unterbrach der Kö⸗ nig den Berichterſtatter;„ſchade um dieſe Entſchloſſen⸗ heit, dieſe Willenskraft, daß ſie auf eine ſo traurige Bahn ſich verirrt! Ich habe nicht Luſt, mit Weibern Krieg zu führen— wie wäre es, wenn wir ſie aus dem Lande wieſen und uns weiter nicht um ſie kümmerten?“
„Sie ſcheint mir die gefährlichſte und unverſöhn⸗ lichſte Feindin Eurer Hoheit zu ſein,“ wandte der Oberſt⸗ Hof⸗ und Landrichter ein.
„Die unverſöhnlichſte— das glaube ich— aber die gefährlichſte? Nein, das iſt ſie nicht. Ihr fehlt die Macht. Hätte ich keine gefährlicheren Feinde, zum Bei⸗ ſpiel keine Rieſenburge und Witkowetze, wie glücklich, wie ſicher ſtände ich da!— Was gibt der gefährlichſte von Allen, Zäwis von Falkenſtein, von ſich?“
„Er nennt ſeine Verhaftung eine ungeſetzliche, den Grundſatzungen des Landes zuwiderlaufende, und verwirft das ganze Verfahren. Wenn ſchon, ſo behauptet er, er nicht auf eine Porota dringen wolle, weil die nun einmal leider aufgehoben ſei, ſo verlange er doch vor die zwölf Kmeten geſtellt zu werden, als das noch zu Recht beſte⸗ hende Tribunal für Staatsprozeſſe.“


