Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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ertragen, thatenlos in ſeiner Hofburg zu ſitzen, während ſein Herr und König ſich für ſein gutes Recht und die Freiheit des Vaterlandes in das Getümmel der Schlach⸗ ten ſtürze und der niedrigſte Lanzenknecht unter ihm ehren⸗ voll kämpfen dürfe.

Der König befahl ihm aufzuſtehen und ſagte, er wolle ſich's überlegen, ob er die ausgeſprochene Strafe in dieſer Weiſe mildern könne, dann entließ er ihn, um den Oberſt⸗Hof⸗ und Landrichter zur Berichterſtattung über die gefangenen Verſchwörer, wofür auch Zäwis von Fal⸗ kenſtein galt, rufen zu laſſen.

Um dieſes Prozeſſes willen, den er mit größter Spannung verfolgte, war es ihm nicht unlieb, daß ſeine Abreiſe zum Heere noch einen Aufſchub erfuhr. Er hoffte auf ſehr große und wichtige Enthüllungen von die⸗ ſem Prozeß, Enthüllungen, die ihn in den Stand ſetzen würden, ſich ſeiner innern Feinde, die ihm größere Sorge machten, wie die äußern, zu entledigen.

Nun wie ſteht's? rief er dem eintretenden Oberſt⸗ Hof⸗ und Landrichter, Diepold von Rieſenberg, ent⸗ gegen;haben die Verbrecher geſtanden?

Drei haben wir glücklich durch Hunger und Durſt zum Geſtändniß gebracht, jedoch nur zum Geſtändniß der eigenen Schuld. Das Fräulein von Mahrenberg, das gleich gſgg mit keckem Trotz erklärte, wie den Tod