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ich Euch geſtern aus der Kirche kommen— in meiner Angſt und Verzweiflung floh ich heute zu Euch.“
„Wo iſt das Haus des Fräuleins von Mahren⸗ berg?“
Der Maler beſchrieb ſeine Lage.
„Wollt Ihr mich heute dahin begleiten?“ fragte Zäwis.
„Was wollt Ihr dort?“ rief Scarlatti beſtürzt.
„Vielleicht kann ich das Verbrechen verhüten, viel⸗ leicht den König und das Vaterland retten. Ich will unter ſie treten und ihnen in das Gewiſſen donnern, ich will ihre Herzen erſchüttern, und wenn ich ſie nicht von ihrem Unrecht überzeugen kann, will ich ſie doch vor Schrecken unfähig machen, ihren Plan auszuführen. Wollt Ihr mich geleiten, Meiſter?“
„Ja, Wladyka, ich gehe mit Euch in die Hölle!“ erklärte der Maler.„Nun iſt es doch gut, daß ich mich in die Verſchwörung einließ, ſonſt würde ich ja keinen Zutritt haben.“
Es ward nun beſchloſſen, daß Beide dieſen Abend vermummt ſich nach dem Sanmelort der Verſchworenen begeben wollten.
Die Nachtwächter blieſen die zehnte Stunde ab, als die Beiden ſich der Judenſtadt und dem Hauſe, welches Ludmila von Mahrenberg bewohnte, näherten. Scarlatti


