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zu mir kommen würdet. Kommt, nehmt Platz, und wenn Ihr einer Erfriſchung bedürft, ſo ſagt es frei.“
„Ihr ſeid immer groß und gut, Wladyka,“ ſagte Scarlatti Platz nehmend;„v warum ließ ich mich blen⸗ den von dem unſeligſten Weibe, das unter der Sonne wandelt, und verließ Euch und meinen ſchönen Wirkungs⸗ kreis! Aber ich habe meine Verirrung gebüßt; ſechs
Wochen war ich von Euch fern, aber jeder Tag dieſer Friſt war ein Jahr von Höllenqual. Fragt mich nicht nach Einzelheiten, die ebenſo entwürdigend als peinvoll ſind— gut, daß ich endlich die Kraft gefunden, mich los⸗ zureißen, dieſem ſchmachvollen, entſetzlichen Leben in den Feſſeln eines dämoniſchen Weibes ein Ende zu machen. Wollt Ihr mich wieder zu Gnaden annehmen, ſo will ich ſuchen dieſe Verwirrung durch Treue gegen Euch und meine Kunſt allmälig wieder gut zu machen.“
„Ihr ſeid mir herzlich willkommen, lieber Meiſter,“ erwiderte Zäwis.„Bald vielleicht verlaſſe ich Prag, und Ihr geht mit mir nach Krumau oder Falkenſtein, erholt Euch dort und pflegt dann fröhlich Eurer Kunſt. Aber ſagt mir: wie kommt Ihr hierher und ſeit wann ſeit Ihr hier?“
„Schon ſeit vierzehn Tagen,“ war die Antwort; „natürlich kam ich mit ihr, die mir das Leben ver⸗ giftet— ich wähnte, ich könnte ſie retten; vielleicht wäre es mir auch gelungen, hätte ſie nicht einem Teufel ſich


