Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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zu ſeinen Gunſten müde geworden. Und da er ohne eine ſolche Sinnesänderung keine Möglichkeitn vor ſich ſah, irgendwie in die Ereigniſſe der Zeit thätig einzugreifen, ſo neigte er ſich viel mehr zu Plänen über ſein häusliches Glück hin, als zu politiſchen Parteiplänen. Freilich ſtellte ſich auch dem Baue ſeines häuslichen Glückes ein gro⸗ ßes Hinderniß entgegen: ſeine Stellung als Oberhaupt des ſtolzeſten Adelsgeſchlechtes in Böhmen und der Ahnenſtolz ſeiner Mutter. Leichter noch war es ihm, auf jene Stellung zu verzichten und ſich auf die allerverbor⸗ genſte der Witkowetziſchen Beſitzungen zurückzuziehen, als den Fluch ſeiner Mutter auf ſich zu laden. An dieſem Gedanken ſcheiterte jeder ſeiner friedlichen Pläne.

Eben war er auch wieder einmal bei dieſem Punkte angekommen, als ſein Leibdiener eintrat und ihm den Maler Scarlatti anmeldete. Freudig überraſcht ſprang Zäwis auf und befahl den ſo lange Vermißten ein⸗ zulaſſen.

Scarlatti trat ein und ſtürzte unter ſtrömenden Thränen ſeinem Gönner zu Füßen.Könnt Ihr mir verzeihen, Wladyka? ſchluchzte er;ich habe ſchwer an Euch geſündigt!

Steht auf, Meiſter, ſagte Zäwis gerührt und reichte ihm die Hand.Eure Künſtlerphantaſie hat Euch einen leicht verzeihlichen Streich geſpielt; Künſtler müſſen dergleichen durchmachen; ich wußte doch, daß Ihr wieder