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war, überkam ſie doch einige Beſorgniß, daß Zäwis, durch das abſtoßende Benehmen des Königs gereizt, ſich auf irgend ein verwerfliches Unternehmen gegen den⸗ ſelben eingelaſſen haben könne, daß dann alle ihre Be⸗ mühungen, beide Männer einander nahe zu bringen und ein Einverſtändniß zwiſchen ihnen zu erzielen, Bemühun⸗ gen, die ſie endlich einem glücklichen Erfolge nahe geſehen, verloren wären— und mit ihnen vielleicht Zäwis ſelbſt! Die Beſorgniß ſteigerte ſich bei dieſem letzten Gedanken zur Angſt, und von dieſer hätte ſie ſich beinahe hinreißen laſſen, Zäwis eine Warnung zu ſchicken, ja ihn zu be⸗ ſchwören, daß er Prag augenblicklich verlaſſe. Allein— hielt ſie ſich dann ſelbſt entgegen— hieße das nicht zei⸗ gen, daß ich an ſeine Schuld glaube? Und wenn er ſchul⸗ dig wäre, darf ich, die Königin, den Hochverräther ret⸗ ten? Was habe ich mit dem Manne zu thun, der—— ſie wagte nicht zu vollenden. Möge das Recht ſeinen Lauf haben, entſchied ſie endlich— erweiſt er ſich als ſchuld⸗ los, dann um ſo beſſer, dann wird mein Friedenswerk um ſo ſicherer gelingen; iſt er ſchuldig, ſo leide er, was er verwirkt— warum hat er auf meine Bitte nicht ge⸗ hört!“
Zäwis, der von dem Verſchwörungsgerücht und was ſich daran knüpfte, keine Ahnung hatte, war in⸗ deſſen des Harrens auf eine Sinnesänderung des Königs
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