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Beobachtungen mitzutheilen. Unter den aufgezeichneten Verdächtigen befand ſich auch Zäwis von Falkenſtein.
König Otakar's Antlitz war furchtbar zu ſchauen im Zornes, furchtbarer noch, wenn er die⸗ ſen in ſich verſchloß. So war es jetzt. Sein Auge ſchoß dunkle Blitze auf die vor ihm liegende Liſte, die Zorn⸗ falte auf ſeiner Stirn ward zu einer unheimlichen Runzel und das lockige Haar ſeines Bartes ſchien ſich empor⸗ zuſträuben. Aber er gab lange keinen Laut von ſich. Endlich ſagte er mit gedämpfter Stimme:
„Ihr haftet dafür, Oberſtburggraf, daß die Ver⸗ dächtigen binnen drei Tagen ein Quartier im weißen Thurm bezogen haben. Der Mann, der ſo wachſam für ſeinen König geweſen, ſoll mir vorgeſtellt werden. Er hat vielleicht das Vaterland vom Untergang, mich vor einer großen Thorheit gerettet. Ich ſtand im Begriff, dieſem Zäwis von Falkenſtein mein Vertrauen zu ſchen⸗ ken— ich hätte mich damit vielleicht dem Haupt des Ver⸗ rathes überliefert. Alſo thut, was Eures Amtes iſt, mein Freund! Ich will Gerechtigkeit üben— und wehe ihm vor Allen, wenn er ſich ſchuldig erweiſt.“
Der Oberſtburggraf war entlaſſen. Der König ließ ſeinen Oberſtkanzler M. Peter rufen.
„Wißt Ihr auch, mein weiſer Freund,“ redete der König den eintretenden Kanzler an,„daß Ihr und mein


