Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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ſten Feinde des Königs, war ihm nur zu wohl bekannt. Er wartete einige Zeit in der Nähe dieſes Hauſes, und ſah bald noch zwei ritterlich angethane Herren hinein⸗ gehen, unter deren einen er Herrn Ari von Seeberg erkannte, der dem König um des Verluſtes von Tachau und Glatz willen grollte.

Obgleich Dalemil von der Verſchwörung ſelbſt nichts ſah, ſo war ihm doch der Verkehr ſo verdächtiger Per⸗ ſönlichkeiten und die Beſtätigung deſſen, was das Gerücht von den nächtlichen Beſuchen des unheimlichen Hauſes an der Judenſtadt erzählte, ein dringender Verdachts⸗ grund, der es ihm zur Pflicht zu machen ſchien, dem Oberſtburggrafen Anzeige zu machen.

Dieſer hohe Reichsbeamte, dem die Sorge für die Sicherheit der königlichen Hauptſtadt vorzüglich mit ob⸗ lag, lobte den Gelehrten für ſeine pflichtmäßige Geſin⸗ nung und Handlungsweiſe, und verſprach ohne Verzug die nöthigen Maßregeln zu ergreifen, um die Anſchläge der Feinde des Königs zu vernichten.

Der Oberſtburggraf ließ ſofort alle in Prag an⸗ weſenden Barone aufzeichnen. Die Liſte wies eine auf⸗ fallend große Anzahl gerade ſolcher nach, die man als mißvergnügte kannte. Er hielt es für ſeine Pflicht, dem König dieſe Liſte vorzulegen und ihm das Gerücht von der Verſchwörung und Dalemil's deßhalb angeſtellte