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ihren Mitgliedern haben müſſen, aber um dieſe Kenntniß ſich zu verſchaffen, war eine genaue Unterſuchung nothwendig, und Unterſuchen und Prüfen war zu keiner Zeit Sache des Volkes. Der gute Bürger dachte von jeher, man könne ſich dabei die Naſe verbrennen.
Nur Einer begnügte ſich nicht mit thatloſem Kanne⸗ gießern, ſondern ſuchte der ganzen Wahrheit des Gerüchtes auf die Spur zu kommen und darnach Maßregeln zu veranlaſſen. Dieſer Eine war Dalemil, und er konnte ſich ſeiner Aufgabe mit um ſo größerem Eifer hingeben, als er durch die Unterbringung ſeiner Tochter bei der Kö⸗ nigin der Fflicht überhoben war, dieſelbe zu hüten. Er legte ſich in der Nähe des von dem Gerüchte als Sammel⸗ platz der Verſchworenen bezeichneten Hauſes auf Kund⸗ ſchaft aus; er ſah wirklich eine ſchwarzgekleidete Dame am Fenſter, ſah den Ritter und den, einem fahrenden Schüler ähnlichen Jüngling aus⸗ und eingehen, ſah end⸗ lich auch in der Nacht mehrere dunkle Männergeſtalten in das verdächtige Haus ſchleichen. Am andern Morgen erneute er ſeine Beobachtungen. Als der Ritter mit dem Jüngling das Haus der„ſchwarzen Dame“ verließ, folgte er ihnen, und ſah ſie, nachdem ſie die halbe Stadt durchwandelt, in das Haus gehen, welches, wie Dalemil wußte, dem Herrn Boreſch von Rieſenburg gehörte. Daß Boreſch von Rieſenburg aber einer der älteſten und bitter⸗


