Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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weil es darin nicht geheuer ſein ſollte, größtentheils leer geſtanden hatte, neuerdings aber von einer fremden, ſchwarz gekleideten Dame gemiethet und mit einem Diener bezogen worden war. In dieſem Hauſe wollte man am Tage nur zwei Männer, einen Ritter und einen bürgerlich gekleideten Jüngling, der einem fahrenden Schüler ähn⸗ lich ſähe, haben aus⸗ und eingehen ſehen; ſobald aber die Nacht hereingebrochen, wären allabendlich eine Menge dunkler Geſtalten in das Haus gegangen. Man wollte wiſſen, daß die Verſchwörung zum Zweck habe, ſobald der König zu ſeinem, bei Tepl unter dem Befehle des kriegeriſchen Biſchofs Bruno von Olmütz ſich ſammelnden Heere abgereiſt ſein werde, die Stadt Prag zu über⸗ fallen, ſich der Königin und ihrer Kinder zu bemächtigen, den König abzuſetzen und den kleinen Erbprinzen auf den Thron zu erheben, in deſſen Namen ein aus der Mitte der Verſchworenen hervorgegangener Regentſchaftsrath regieren ſollte.

Die Bürgerſchaft war in großer Aufregung, aber ſie brachte es zu keiner Handlung, dem drohenden Unheil vorzubeugen. Statt deſſen erging ſie ſich in den Wein⸗ häuſern in die Gefahr in's Ungeheure vergrößernden Kannegießereien. Freilich hätte man zum Handeln vor allen Dingen einer genauen Kenntniß von dem Vor⸗ handenſein einer Verſchwörung, ihrem Charakter und