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ſchöne Liebe auf. Eines Tages war Libusa ungewöhnlich niedergeſchlagen. Zäwis forſchte, was ihr fehle, und er⸗ fuhr endlich, daß Libusa einen ſchweren Kampf mit ihrem Vater gehabt, der ihren Zuſammenkünften auf die Spur gekommen ſei und ihr mit Einſperrung in ein Kloſter gedroht habe, wenn ſie nicht von dem Barone laſſe. Sie hatte nicht geleugnet, daß ſie mit Zäwis noch zuſammen komme, daß ſie ihn liebe und ewig lieben werde; aber den Ort der Zuſammenkunft hatte ſie hartnäckig ver⸗ ſchwiegen.
„Es wird dies für eine Zeit unſere letzte Zuſam⸗ meukunft ſein müſſen,“ fagte ſie,„ich habe meinem Vater verſprochen, nur heute noch Dich zu ſehen, und dann mich zurückzuziehen. Fordere nicht, daß ich mein Wort breche, und zürne mir nicht, daß ich's gegeben. Ich bleibe doch Dein, und wenn Du gebeutſt, folge ich Dir, wohin Du mich führen willſt.“
Zäwis drang nicht auf einen andern Entſchluß; ſo ſchmerzlich die Entbehrung ihres Umgangs für ihn ſein mußte, er achtete ihre freie Selbſtbeſtimmung, ihr kindliches Gefühl; nur um das Eine bat er ſie, daß ſie ſich zuweilen in einer beſtimmten Stunde in der Kirche ſehen wollten. Unter heißen Küßen ſchieden ſie von ein⸗ ander.
Sie hielten ſich noch heiß umſchlungen, als ſie durch


