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219 ſo viel adelige Herten, wie ſonßt nur zur Zeit eines Landtages.
Wochen vergingen, ohne daß Zäwis vom Hofe eine Einladung erhielt. Hynek von Duba theilte ihm mit, daß die Königin wacker an dem König herumarbeite, indeß gehe es mit dem harten Erz langſam, ehe es einen Eindruck annehme; ſie laſſe Herrn Zäwis um Geduld bitten. Auf keinen Fall ſolle er Prag verlaſſen, ohne daß ſie ſelbſt mit ihm noch einmal Rückſprache ge⸗ nommen.
Wenn Zäwis nur zu gern länger in Prag ver⸗ weilte, ſo war es weniger der Wunſch der Königin, der ihn dazu beſtimmte, als ſein Verhältniß zu Libusa. In derſelben Fiſcherhütte, an der er einſt als König, als Kunigunden's Gemahl begrüßt worden war, und unter dem Schutz derſelben Matrone, die ihn alſo begrüßt— denn ſie war die Verwandte, von der Libusa geſpro⸗ chen— kam er wöchentlich zweimal mit dieſer zuſammen. Das waren ſelige Stunden für ihn, die ihn für alle Verdrießlichkeiten ſeiner politiſchen Wirkſamkeit ent⸗ ſchädigten. Eine ſchönere und erhabenere Liebe hat aber auch nie ein irdiſches Weib einem ſterblichen Mann geweiht, wie die Liebe der Tochter Dalemil's zu Zäwis von Falkenſtein war.
Aber bald zog verhängnißvolles Gewölk über dieſe
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