Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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warten und darüber die Zeit zum Handeln zu ver⸗ lieren.

Und doch müßt Ihr als guter Böhme noch war⸗ ten, entgegnete Zäwis;das, was Ihr gethan haben wollt, kann nur geſchehen, wenn kein anderes Mittel mehr übrig iſt, uns Recht zu verſchaffen. Und ſelbſt dann dürfen wir nicht ſo weit gehen, daß wir mit dem äußern Feind uns verbinden, höchſtens können wir dem Könige die Heeresfolge verweigern, und während er ſich mit dem Feinde ſchlägt, eine ſtarke Macht hinter ihm bilden, der er ſich geſchlagen in die Arme werfen, oder die ihm, wenn er ſiegt, das Recht abtrotzen kann.

Vergebens bemühte ſich Boreſch, Zäwis von der Nothwendigkeit und Rechtmäßigkeit des Anſchluſſes der Mißvergnügten an den deutſchen Kaiſer zu überzeugen; ebenſowenig war aber auch Boreſch zu der Politik des Zuwartens zu bewegen. Als er ſich von Zäwis verab⸗ ſchiedete und ihn dieſer noch fragte, was er zu thun ge⸗ denke, ſagte er:Es wird gerüſtet!

Auch Pota von Potenſtein war nicht mit Zäwis' Politik einverſtanden, und näherte ſich je länger je mehr dem Herrn von Rieſenburg, für den ſich auch Sezema entſchieden hatte. Boreſch lud durch geheime Boten die bedeutendſten unter den mißvergnügten Baronen nach Prag. Dieſe kamen, und bald ſah man in der Hauptſtadt