Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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ein;„Euer Dienſt gehört dem Vaterlande— gehört dem theueren, bedrohten Böhmen; aber ich, ich darf Euch dienen— ſteht auf, laßt mich vor Euch knieen und Euch ſagen, daß ich Eure treue Magd ſein will, ſo lange ich lebe.“

Indem ſie dies ſagte, glitt ſie von ihrem Sitz herab und beugte ſich mit über die Bruſt gekreuzten Händen tief zur Erde; aber er umnſchlang heiß die blühende Geſtalt.„Nicht ſo!“ bat er,„an meinem Herzen nimm Deinen Platz als meine theure Freundin, meine Wahl⸗ ſchweſter und dereinſt— mein Weib!“

„Mein erlauchter Herr!“ rief Libusa, nur ſchwach ſich ſeiner Liebkoſungen erwehrend,„das kann ja nicht ſein— das wäre mehr Seligkeit, als ein ſchwaches Weib ertragen könnte!“ Das war ihr letzter Widerſpruch— dann ergab ſie ſich ihm mit ihrem ganzen Weſen im innigſten, harmloſen Anſchmiegen, in der warmen Er⸗ widerung ſeines glühenden Kuſſes.

Als ſie auf der Bank neben einander Platz ge⸗ nommen hatten, ſagte Ziwis:„Es hat Niemand ge⸗ ſehen als Gott, daß wir unſere Herzen verlobt, und es mag auch vor der Hand Niemand erfahren, ſelbſt Dein Vater nicht. Ich habe meine guten Gründe, meine Liebe noch eine Zeit lang geheim zu halten; aber die Zeit wird kommen, wo ich Dich im Triumph auf meine