Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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Burg heimführe und Dich zur Herrin vieler tauſend Seelen machen werde, die Du mir beglücken helfen ſollſt.“

„Handle mit mir, wie Du willſt und mußt,“ ant⸗ wortete Libusa demüthig;„ich kann mein Glück ohne⸗ hin noch nicht faſſen und werde lange Zeit brauchen, eh' ich mich nur mit dem Gedanken daran vertraut mache. Vor meinem Vater mein Glück zu verbergen, wird mir freilich ſehr ſchwer werden; ich hatte noch nie ein Ge⸗ heimniß vor ihm— aber Dein Wille geſchehe, mein erlauchter Herr!“

Er küßte ſie und ſagte:„Nenne mich nicht mehr Deinen Herrn, Liebchen, wenigſtens nicht, wenn wir allein ſind. Und wie iſt es mit unſerm Begegnen? Wo werden wir uns zuweilen ſehen? Dein Vater wünſcht nicht, daß ich iu Dir ins Haus komme, und wird es auch nicht wünſchen, ſo lange ich nicht fürmlich um Dich werbe.“

„Wir ſehen uns zuweilen in der Kirche,“ ſagte Libuza,„und dann werde ich mit einer verwandten würdigen Matrone ſprechen, daß ſie mich dann und wann an einen Ort begleitet, wo ich mit Dir zuſammen kommen kann.“

„O thue dies,“ bat Zäwis,„meine Seele wird täg⸗ lich nach Dir ſchmachten. Aber jetzt laß uns aufbrechen;

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