Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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Gefährten in die Herberge treten und ihnen eine Er⸗ friſchung reichen, deren ſie mehr bedürfen als ich.

Führe ſie einſtweilen in den Hof, Beneſch, und ſchließ die Thür hinter Dir zu, befahl Sezema, und ging mit ſeinem entfeſſelten Gefangenen in die Herberge, während Beneſch ſeinen Befehl ausführte.

Sezema befahl dem Wirth, ſeinem Gefangenen eine Kanne Wein zu bringen und zum Imbiß, was er begehre; dann trat er zu ſeinen ebenbürtigen Geführten mit den leiſe geſprochenen Worten:Die ehrlichen Budweiſer haben ohne ihr Wiſſen ein recht feines Vöglein gefangen; denn der zierliche Geſell, den ich mit hereingebracht, iſt ein ritterlicher Parteigänger des Königs, der Schenk Berchtold von Emerberg aus Oeſterreich; wahrſcheinlich dem Burghauptmann von Klingenberg zum Gehilfen ge⸗ geben, um die Witkowetze zu beobachten, oder Händel mit uns zu ſuchen.

Die Dame und der ältere Ritter richteten ihre Blicke auf den Gefangenen, der ſich an einem beſonderen Tiſche niedergelaſſen hatte, und zwar ſo, daß ſein Profil den drei edlen Perſonen zugekehrt war.

Ich kannte ſeinen Vater, ſagte der ältere Ritter; er war mit in Haimburg beim Beilager Otakar's mit der armen Babenbergerin Margarethe; im Bohurd, der dort gehalten ward, trug er den erſten Preis aus der

1860. XVIII. Zawiß von Roſenberg. I. 2