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vielleicht ein fettes Lehen zu erhaſchen. Macht kein ſo trotziges Geſicht, Schenk! Ein Witkowetz läßt ſich da⸗ durch nicht verblüffen. Zum Zeichen, wie wenig ich Euch fürchte, laß ich Euch das Geſchmeide abnehmen. Beneſch, nimm ihm die Feſſeln ab!“
Beneſch gehorchte.
„Ich danke Euch, Herr Sezema,“ ſagte der Ge⸗ fangene;„hoffentlich macht Ihr dem ungeſchlachtenen Gebahren, das ſich dieſer Pöpel gegen einen Edelmann erlaubt, ein Ende.“
„Schmäht mir dieſe ehrlichen Leute nicht, weil ſie Euch nicht nach Euerm Stand, ſondern nach Euern Tha⸗ ten behandelten. Für fernere ritterliche Haft werde ich ſorgen; Ihr folgt mir ſammt Euern Genoſſen nach Kru⸗ mau vor Euern Richter.“
„Vor meinen Richter?“ verſetzte der Gefangene ſtolz;„mein Richter iſt der König.“ 6
„Ihr kennt die Geſetze dieſes Landes nicht und könnt ſie nicht kennen, weil Ihr bisher nur an Orten gelebt, wo ſie ſchmählich verleugnet werden. Ihr ſeid hier auf einem Gebiet, wo ſie noch Geltung haben, und nach ihnen ſollt Ihr gerichtet werden. Zetzt kommt mit in die Herberge, einen Imbiß einzunehmen.“
„Ich folge Euch, um dieſen Gaffern aus dem Ge⸗ ſicht zu kommen; aber ich bitte Euch, laßt auch meine


