Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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den Feſſeln, die er trug. Zu dieſer Haltung ſtimmte auch die beſſere Kleidung, die er trug. Seine Gefährten wa⸗ ren halb deutſch, halb böhmiſch in lange braune Wämm⸗ ſer von grobem Wollenzeug, lederne Hoſen, Halbſtiefeln und Tſchepez gekleidet, während er ein rothes Oberkleid von nationalem Schnitt, nur nach Art der deutſchen Wappenröcke gekürzt, mit einem ſchwarzen, reich mit Gold geſtickten Gürtel trug. Auch ſeine Halbſtiefel und ſein Tſchepez unterſchieden ſich von denen ſeiner Gefährten durch goldene Stickerei. Offenbar war er kein gemeiner Burgmann.

In der Hitze des Handgemenges hatte Beneſch die Vorzüge in der äußern Erſcheinung dieſes Gefangenen kaum beachtet; jetzt, wo er ihn aus dem finſtern Ge⸗ wahrſam wieder an das volle Tageslicht brachte, fielen ihm dieſelben doch auf, und er fand ſich dadurch ver⸗ anlaßt, ihn zu fragen, wer er ſei.Du biſt kein Dienſt⸗ mann von da oben, ſagte er;wer biſt Du und was führt Dich zu dieſen Schergen?

Zu dieſen treuen Dienern ihres Königs, ſollſt Du ſagen, erwiderte der Gefangene trotzig,die mir willig folgten, als ich ſie aufforderte, den Götzendienſt zu ſtö⸗ ren, dem die Feinde des Königs und Gottes fröhnen.

So warſt Du der Rädelsführer bei dem Buben⸗ ſtreich am Frühlingsfeſt! rief Beneſch.Gut, daß Du