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„Wenn Ihr befehlt, Herr, ſo laſſe ich ſie Euch vor⸗ führen,“ ſagte Beneſch.
„Gut, ich werde Dich mit ihnen auf dem Ring er⸗ warten. Wir machen in der Herberge zur Roſe eine Stunde Raſt. Ich werde nach dem Ausmarſch von hier einen Herold vor die Burg ſchicken und dem Burghaupt⸗ mann melden laſſen, daß er ſeine Leute nicht mehr hier, ſondern auf Krumau zu ſuchen hat.“
Der Zug bewegte ſich nun weiter nach dem geräu⸗ migen Ring, wo ihn die ſtattliche Herberge zur Roſe aufnahm. Während die drei herrſchaftlichen Perſonen ſich mit ihren Mannen in dem gemeinen Gaſtzimmer zu ei⸗ nem Imbiß niederließen, holte Beneſch mit der nöthigen Bedeckung die gefangenen Burgmänner aus ihrem Ge⸗ wahrſam und führte ſie gefeſſelt, zwei und zwei aneinan⸗ der geſchloſſen, vor die Herberge, wo ſich bald eine Menge Volk verſammelte, die Gefangenen zu ſehen.
Unter dieſen zeichnete ſich einer ebenſo durch Lei⸗ besgeſtalt als Haltung ſehr vortheilhaft aus. Es war ein junger Mann von ſchlankem, doch kräftigem Wuchs mit dunkelbraunem, krauſem Haupt⸗ und Barthaar, ſchwarzen, funkelnden Augen in einem von Geſundheit ſtrahlenden Geſicht von bräunlicher Färbung. Während ſeine Schickſalsgenoſſen ſehr niedergeſch hlagen erſchienen, ging er ſo ſtolz und trotzig einher, als wiſſe er nichts von


