Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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gegeben, jene Veſte zum Schutz der Grenze anlegen zu wollen; aber es ſollte eine Zwingburg ſein für unſer er⸗ lauchtes Geſchlecht. Und ſo iſt es mit der Veſte Budweis; hier ſind die Burgmannen wie dort angewieſen, uns zu necken, zu beſchimpfen und zum Zorn zu reizen, damit wir etwas thäten, was ihrem Herrn einen ſchicklichen Vorwand gäbe, uns an unſerm Eigenthum zu ſtrafen. Aber diesmal ſoll ihm die Freude nicht werden, die Frevler an unſerer Ehre ſollen ihre gerechte Strafe fin⸗ den, wenn ihm ſelbſt das Meſſer an der Kehle ſitzt. Sagt, Hauptmann, habt Ihr dem Wladyka Anzeige von dem Vorfall gemacht?

Erſt geſtern war es uns möglich, einen Boten nach Krumau zu ſenden, erwiderte Beneſch,und wir wiſſen nicht, ob er glücklich hingekommen, oder in die Hände der wegelagernden Königlichen gefallen iſt. Wir warten auf Verhaltungsbefehle.

Jedenfalls wird mein Vetter, der Wladyka, be⸗ fehlen, daß Ihr die Gefangenen wohl verwahren ſollt, bis ſie die wohlverdiente Strafe ereilt; aber da es der Stadt große Unruhe und dem Gewerbe in ihr verderb⸗ liche Störung bringen könnte, wenn die Gefangenen hier blieben, ſo halte ich für das Beſte, wir nehmen ſie gleich von hier mit fort nach Krumau, wo ſie ihres Urtheils harren mögen.