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machend,„unſer wackerer Stadthauptmann. Was beim Deutſchen! ficht Euch an, daß Ihr bei heller, friedlicher Tageszeit den Zugang zur Stadt verſperret?“
„Der gute Hirt verwahrt den Stall, wenn der Wolf einzubrechen droht,“ verſetzte Beneſch.
„Welcher Wolf bedroht unſere Schäflein von Bud⸗ weis?“ fragte Sezema.
„Der Burghauptmann des Königs wüthet gegen uns, weil wir ſechs Burgmannen, die ſich in unſerer Stadt ſchwere Ungebühr erlaubt, feſtgenommen und trotz der Aufforderung des Burghauptmannes nicht heraus⸗ gegeben haben. Sie ſitzen im Stock und harren ihres Urtheils, der Burghauptmann aber drohte, ſie mit Ge⸗ walt zu befreien.“
„Worin beſtand die Ungebühr der Burgmannen?“ fragte Sezema mit gerunzelter Stirn.
„Vor drei Tagen,“ berichtete der Stadthauptmann, „feierte das Volk der Stadt das Feſt der Wesna, wie es ihnen überliefert iſt von den Vätern—“
„Was iſt das für ein Feſt?“ fragte die Dame, den Berichterſtatter unterbrechend.
„Es iſt das Feſt des Frühlings,“ antwortete Se⸗ zema;„in grauer Vorzeit, als unſerem Volke das Heil der Welt noch nicht aufgegangen war, pflegte es den An⸗ fang des Frühlings damit zu feiern, daß das Bild der


