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Libusa's Stuhl, Sanct Verzel's hohen Dom— Ja, hier am wunderreichen Molbauſtrom
Da iſt mein Vaterland,
Da iſt des Czechen ſchönes Vaterland.
Wo iſt des Czechen Vaterland?
Gebirge gürten rings ein Paradies,
Da reift das Korn, da ſchwillt die Traube ſüß,
Es nährt das Korn, es labt mit wildem Feuer Der Wein ein Volk dem Himmel werth und theuer. Seht ihr die Männer ſtark und heldenkühn?
Seht ihr der Frauen wunderholdes Blüh'n?
Flink fährt die Männerfauſt vom Pflug zum Schwert, Hold iſt das Weib beim Feſte wie am Herd— Da iſt mein Vaterland,
Da iſt des Czechen ſchönes Vaterland.
„Ein ſchönes Lied, ein vortreffliches Lied, bei Gott!“ rief der ältere der beiden Ritter;„ich höre es zum er⸗ ſtenmal.“
„Ich kann mir wohl denken, daß es in Euren Norden noch nicht hinaufgedrungen iſt,“ erwiderte der jüngere,„denn es iſt eine Frucht unſeres ſüdlichen Ge⸗ ländes und noch ſehr jung; unſer edler Zäwis hat es gedichtet, denn Ihr müßt wiſſen, daß er die Leier ebenſo wohl zu führen weiß wie das Schwert.“
„Schade, daß ich Eurer ſchönen Sprache nicht mäch⸗ tig genug bin, das Lied, ſo wie es die Leute ſangen, ganz zu verſtehen,“ ſagte die Dame;„aber was ich verſiand,


