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ten von hochaufſchießenden Saaten, der ſtattliche Strom in der Mitte der breiten Thalſohle, im Hintergrunde die blauen Berge, davor die ſonnigen belaubten Hügel, dort das maleriſche Dörflein und hier die freundliche Stadt— das Alles gibt ein reizendes Bild, an dem man ſich ſchwer ſatt ſehen kann.“
„Nicht wahr?“ nahm der jüngere Ritter das Wort, „die Witkowetze haben ſich nicht das ſchlechteſte Stück vom Böhmerlande ausgeſucht. Soweit hier das Auge die Seele trägt, iſt alles Land von der fünfblätterigen Roſe beſchattet. Nur hier zu unſerer Linken hat die Haſelſtaude ſich eingeniſtet und dort zur Rechten, wo das weiße Ge⸗ mäuer auf felſigem Sackel ruht, die edle Roſe räuberiſch verdrängt. Hier iſt Budweis, das Schoßkind meines Vaters, ſammt der Veſte Neubudweis, die der neidiſche Piemyslide uns zum Trutz hierher geſetzt; dort ragt das ſtattliche Frauenberg empor, das derſelbe Wolf meinem Vetter Budewoj genommen, weil er in der Hitze der Jagd ſein Gebiet überſchritten und auf dem Eigenen des Piemysliden einen Haſen erlegt.“
„Das geſchah zur ſelben Zeit,“ fiel der ältere Ritter ein,„als ich das reiche Koſteletz verlor, das mir König Wenzel für treue Dienſte und Opfer verliehen. Weil ich dem Vater pflichtgetreu beigeſtanden gegen den auf⸗
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