Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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rett und Schleier hervorſtahlen und auf einen prächtigen Haarwuchs ſchließen ließen. Eine kleine, ſchmale und dabei volle Hand führte den mit ſilbernen Buckeln beſetz⸗ ten Zügel des Zelters, der dieſe ſchöne Bürde trug. Aber ſo mächtig die ganze Erſcheinung auf den erſten Anblick anzog, ſo ward doch bei näherem Schauen der wohlthuende Eindruck, den ſie hervorgebracht, durch eine auffallende Herbe und Strenge des Ausdrucks ihrer Mienen nicht wenig beeinträchtigt. Ihrer Kleidung nach war ſie eine Deutſche, während ihre Begleiter und das ganze reiſige Gefolge die Nationaltracht der Czechen tru⸗ gen, welche in einem weiten fließenden, von einem, bei den Rittern äußerſt prachtvollen Gürtel zuſammen⸗ gehaltenen Gewande, einem kurzen Mantel, der eigen⸗ thümlichen Kopfbedeckung Tſchepez*) und Halbſtiefeln beſtand.

Als der Zug die Anhöhe erreichte, auf welcher jetzt das Bergſtädtchen Rudolphſtadt ſteht, machte die Dame, überraſcht von der vor ihr ſich öffnenden Scene, Halt und brach in die Worte aus:O Himmel! was iſt das für ein zauberhaft Stück Erde!

In der That! pflichtete ihr der ältere Ritter bei, das iſt ein Paradies; dieſe üppigen Wieſen, durchſchnit⸗

5) öepec bei Palackh.