XXV Vorbericht zu dieſer fuͤnften Auflage.
An dem Geburts⸗Tage des beruͤhmten Greiſes,*) mit deſſen Worten ich meine Vorworte zu voriger Auflage dieſes Hand⸗ buches gekront habe, empfing ich die Nachricht, daß der Ver⸗ leger, bei den vielen Sendungen fuͤr daſfelbe, den nochmaligen Vorbericht vermiſſe. Ich wiederhole demnach zuvoͤrderſt die Verſicherung:„daß dein Blatt, ja keine Seite der vierten Ausgabe unbereichert und unverbeſſert geblieben iß.“ Nachtraͤge— gewiß uͤber 5000— find nicht etwa nur aͤhnlichen Werken entnommen, wie beſonders dem Kritisch-etymologischen medicinischen Fexicon ero. von dem gelehrten Herrn Dr. Ludw. Aug. Fraus zu Gottingen; ſondern auch ſehr vielen und ver⸗ ſchiedenartigen Leſungen ſowohl, als handſchriftlichen Beitra⸗ gen von Andern, unter denen ich den, als Arthur vom Nordſtern unter unſern Dichtern. glaͤnzenden Herrn Adolf von Noſtitz und Jaͤnckendorf Coͤnigl. ſaͤchfiſchen Mini⸗ ſter und wirklichen gcheimen Rath) dänkbar zu nennen habe.
Der ungenannte Verfaſſer eines, der vierten Auflage dieſes Buches ohne mein Vorwiſſen beigefuͤgten Anhanges, aus dem 4. und§. Hefte der oſterreichiſch⸗ militaͤriſchen Zeitſchrift vom Jahr 1823, hat zwar ſelbſt zugegeben, daß ich auch kriegeriſche Fremdwoͤrter keineswegs uͤbergangen haͤtte;— doch iſt ſein von mir unerbetenes Bemuͤhen in eingeſchalteten Nachtraͤgen dankbar benutzt worden.— Statt ſeines Anhanges habe ich einen anderen zur Erklaͤrung vieler Tauf⸗ und
Eigennamen, nachgeſendet, welcher die Brauchbarkeit dieſes Handbuches erhoͤhe.—
Uebrigens habe ich Gott dafur zu danken, daß mir Kraft und Muße hlieb, um durch dieſe wahrſcheinlich letzte recht⸗ maͤßige Auflage eines ziemlich weit verbreiteten Hand⸗ und
Huͤlfs⸗Buches zur Reinigung und Bereicherung unſerer herr⸗ lichen Mutterſprache mitzuwirken.
In Bonifaeiopolis, an Gothe's Geburtstage 1827. Friedrich Erdmann Petri.
* Johann Wolfgangs von Göthe, welcher bekanntlich am 28. Auguſt 1749 zu Frankfurt a m M. geboren worden iſt und unter Andern auch geſchrieben hat:„Die Mutterſprache zugleich reinigen und bereichern iſt das Geſchäft der beßten Köpfe.“ Kunſt und Alterthum ꝛc. 1, 3. S. 54.
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