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zu der erſten Auflage⸗ xr
Adelungs Woͤrterbuche; in welchem ſich jedoch ſehr viele der hier nur ausgeſchriebenen fremden Woͤrter, nebſt ihrer Ver⸗ deutſchung befinden. Die zweite, verbeſſerte und mit einem dritten Bande vermehrte Auflage dieſes Campe ſchen Woͤr⸗ terbuches— Graͤz 1808. 4. iſt heftweiſe, mehr richtig als ehr⸗ lich, nachgedruckt worden.
Der kleinen, gemeinnuͤtzlichen Sammlung und Er⸗ klaͤrung derjenigen fremden Woͤrter, welche noch hin und wieder in der deutſchen Sprache, vorzuͤglich in Zeitungen und Neiſe⸗Beſchreibungen vorkommen, fuͤr ungelehrte Leſer und Buͤrger⸗-Schulen angefertigt von Wilh. Jul. Wiedemann, Conrector zu Neuhaldensleben, Quedlinburg 1802. 111 S. 8. und daſelbſt wieder 1807. 117 S., muß dieſes Verdeut⸗ ſchungs⸗Wörterbuch den Vorzug abgewinnen, wenn man es nicht fur uberfluͤſſig erklaren dürfte. Gleiches gilt von ei⸗ nigen Abſchnitten nachgenannter Schulbuͤcher:
Fuͤlleborn's, G. G., Rhetorik, ein Leitfaden beim Unterricht in obern Claſſen. Breslau 1802. S. 34 ff. u. S. 31— 37 der 2ten Auflage. daſ. 1805.
Etzler's Leſebuch fuͤr die deutſchen Stunden in den un⸗ terſten e der groͤßern Schulanſtalten, daf. 8. S. 166 — 282 un
Desſelben Leitfaden fuͤr den Unterricht in der deut⸗ ſchen Sprache und die damit zuſammenhaͤngenden Uebungen in den mittleren Claſſen der groͤßeren Schulanſtalten, daſ. 8. S. 76— 114. Hier ward aber manches Wort unrichtig ver⸗ deutſcht und ſo wenig befriedigend erklaͤrt, wie Aetugrius, Gerichtshalter; Algebre, hoͤhere Rechenkunſt; amalgami⸗ ren, verſchmelzen; Indigenat, Einziehrecht; Inter⸗
punetion, Verbindungszeichen; Mechanik, eine mathe⸗
matiſche Wiſſenſchaft u. ſ. f.; weßhalb auch die paͤdagogi⸗ ſche Bibliothek(im September⸗Hefte v. J. 1805. S. 8 dieſen Theil jenes uͤbrigens ſehr brauchbaren Lehrbuches nicht fuͤr den vorzuͤglichern erklaͤren konnte.
Das Methodenbuch fuͤr den unterricht in der
deutſchen Sprache von demſelben Profeſſor zu Breslau 1803 enthaͤlt S. 112 folgendes Hierhergehoͤrige: Ob es gleich auch in Pedanterei ausarten kann, jedes fremde Wort, als folches und ohne weitere Ruͤck⸗ ſicht zu verbannen, und nicht wenige von der Art ſind, daß unſte Sprache mit ihrer Ausmärzung einen wahren Verluſt erleiden wuͤrde; ſo wird es doch ſchr gut ſeyn, den deutſchen Lehrling bei Zeiten dazu anzuhalten, daß er ſich ſoviel als woͤglich auch in dieſer Hinſicht der Sprachreinheit befleißige, ihn auf den Uebelſtand und die Geſchmackloſigkeit eines ſolchen mit fremden Woͤrtern ausfaffirten Styles gufmerkſam zu ma⸗ chen und zu zeigen, daß ſich bei einiger Ueberlegung immer deutſche Ausdruͤcke an ihre Stelle ſetzen laſſen.“


