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Die stille Mühle : eine Geschichte aus Deutsch-Böhmen / von Elfried von Taura
Entstehung
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Schweſter an einem reichen Verführer dadurch rächte, daß er ſein Schloß in Brand ſteckte, lebenslänglich in's Bagno kommen. War das nicht eine hundsföttiſche Welt, wo der Mörder der Unſchuld frei ausging und der rächende Zer⸗ ſtörer todten Gutes ſo entſetzlich geſtraft wurde? Jetzt war es rein aus mit meinem Reſpect vor der honetten Welt, und was ich dann weiter von ihr ſah, weil ich es ſehen wollte, war nicht geeignet, dieſen Reſpert wieder herzuſtellen. So wurde ich ein Schuft aus Grundſatz. Aber ich hütete mich wohl, offen mit der Welt zu brechen; ich zog den kleinen Krieg dem großen vor, denn ich liebte das Leben und die Freiheit. Zum Diebſtahl griff ich nur im äußerſten Noth⸗ fall und bei ganz günſtiger Gelegenheit. Den einzigen Fall abgerechnet, daß ich zuletzt aus Frankreich ausgewieſen und dann mit Schub in meine Heimath gebracht wurde, blieb ich von der Polizei unangefochten. Auch jetzt ſollte ich wie⸗ der frei ausgehen aber dieſes Glück, auf eine ſo unerhörte Weiſe mir angeboten, verwirrte und

erſchütterte mich mehr, als die verdiente Strafe