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Die stille Mühle : eine Geschichte aus Deutsch-Böhmen / von Elfried von Taura
Entstehung
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es gethan haben würde. Dieſe hätte mich trotzig und widerſpänſtig gefunden; ich würde mich ihr grollend gefügt haben. Und gewiß hatte mein großmüthiger Retter Recht, wenn er ſagte: das Zuchthaus würde nur den Schelm in mir fertig machen. Bis dahin hatte ich die Welt nur ſo geſehen, wie ſie in mein Syſtem paßte; ich hatte in ihr nur zwei Claſſen gefunden: Unterdrücker und Bedrückte; es war mir unter den Beſitzen⸗ den Niemand vor die Augen gekommen, der die gegen ſie eingeſogenen Vorurtheile durch die That Lügen geſtraft hätte: Stolz, Habſucht, Geiß, Schwelgerei, Liebloſigkeit und Ungerechtigkeit wa⸗ ren mir allerwege entgegengetreten und nun war ich auf einmal an einen Reichen gerathen, der durch eine einzige Handlung und wenig ein⸗ fache Worte mein Shſtem über den Haufen ſtieß.

Ich ſaß noch immer in Gedanken verloren auf meinem Stuhl, als der Müller wieder in die Kammer trat. Ich ſprang auf; Meiſter, rief ich, ich kann die Kleider und was Sie mir ſonſt bieten, nicht annehmen, ich hab's nicht ver⸗ dient. Da zog er mich an's Fenſter, wies hin⸗