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Die stille Mühle : eine Geschichte aus Deutsch-Böhmen / von Elfried von Taura
Entstehung
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Handwerk ſtand mir nicht an, und ein Hand⸗ werk wollte doch gelernt ſein, und da ich zu kei⸗ nem andern Luſt hatte wie zur Müllerei, ſo kam ich in eine große Mühle meiner Voterſtadt Prag in die Lehre. Da wurden die Mühlknappen meine Erzieher; denn die Herrſchaft lebte gar vornehm und kümmerte ſich wenig um ihr Ge⸗ ſinde. Das war mein Verderben. Mein ange⸗ borener Leichtſinn fand an den Knappen eher Pfleger als Unterdrücker. Dabei war ich täglich Zeuge, auf welche unredliche Weiſe die Herrſchaft ihr Gut mehrte, und wie ſie wieder von den Knappen bevortheilt wurde. Die Folge ſo böſen Beiſpieles war, daß ich als ein halber Strolch auf die Wanderſchaft ging. Das Wandern iſt ſchön und gut, wenn man Gott vor Augen und im Herzen hat; aber ich was fragte ich nach Gott? Glück! war meine Looſung, aber nicht das echte Glück, das der Menſch aus ſich her⸗ aus holen muß, ſondern das falſche, das die Thoren außer ſich ſuchen. Danach trachtete ich, danach jagte ich. Und weil mein Jagen umſonſt war, weil das, was ich erjagte, niemals hielt,