daß ſie nicht hindrängen, ſo haben dieſe ſeit undenklichen Zeiten die Mühle hier in Ruhe gefunden und ſie„die ſtille“ getauft. Es giebt aber Zeiten, wo ſie ſo laut iſt, wie eine ihrer Schweſtern unten am immerrinnenden Egerfluß; aber da ziehen keine müſſigen Wanderer ein⸗ und aus, ſondern nur die Bauern der nächſten Dorfſchaften, die ihr Backgetreide hier mahlen laſſen, und dieſe bringen keine Kunde von der Mühle in die Welt hinaus.
Das muß aber armes Müllervolk ſein, wenn es vier ganze Monate im Jahr nichts zu metzen hat, meinſt du wohl; aber tritt nur ein in den Hof und ſieh in den Ställen die fünf ſtattlichen Roſſe und die zwei Dutzend Kühe echten Eger⸗ länder Schlages, ſauber wie Kätzchen und rund wie Wollſäcke; ſchau in die großen vollen Scheuern und mache dem Meiſter Müller einen Beſuch in ſeinen vier Wänden— da wirſt du bald Achtung bekommen vor dem Wohlſtand, der in der„ſtillen Mühle“ herrſcht, der aber freilich nicht vom Metzen kommt. Und biſt du ein Geſell, der das Herz auf dem rechten Fleck


