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hat, nicht blöd, aber auch nicht zudringlich, nicht fränziſch⸗ gleißend, aber auch nicht engliſch-un⸗ verſchämt, giebſt du dich als ein ſchlicht freund⸗ herziger Deutſcher, dann erfährſt du leicht, daß man von dem Wohlſtand keinen ſchlechten Ge⸗ brauch macht. Wir kennen wenigſtens mehr als einen Wanderer, der wildfremd die Gaftfrei⸗ heit des„Mühl⸗Franz“ und ſeines„Wawerle“ genoſſen. Und biſt du ſolch ein Glücklicher, ſo erfährſt du vielleicht aus ſeinem Munde auch, wie er zu der Mühle gekommen. Da wirſt du eine ſeltſame Geſchichte hören, die dir zeigt, daß der Friede dem Menſchen nicht von außen kommt, und daß auch in dieſem heimlich lieblichen Win⸗ kel Unfriede und Wehe ſich ausbreiten können, wenn der Menſch ſeine Leidenſchaften darin losläßt.
Auch wir haben uns die Geſchichte von dem
wackern„Mühl⸗Franz“ ſagen laſſen, und für
ſolche freundherzige Deutſche, welche die„ſtille Mühle“ nicht ſelbſt beſuchen, wollen wir ver⸗ ſuchen, ſie ſo treu als möglich wiederzuerzählen und zwar in des Erzählers eigener Redeweiſe.


