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Die Malerin von Dresden : Erzählung / von Elfried von Taura
Entstehung
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ſie das erſtemal von ihrem Vater aus dem Hauſe der Reibold befreit worden, wie jener an ihrem Zufluchtsort die Verurtheilung des Grafen von S. zum Tode erfah⸗ ren und den Entſchluß gefaßt ihn zu retten, welche Rolle der Erzählerin dabei zugefallen, wie ihr Unter⸗ nehmen von ſtatten gegangen, ihre Flucht aus dem Hauſe der Reibold, und was ſich daran geſchloſſen, endlich wie ſie im Hauſe des Grafen von Wartensleben die Befrei⸗ ung des jungen Grafen S. durch ihren Vater und bei⸗ der glückliches Entkommen erfahren.

Und wo glaubſt Du, daß ſie mit einander jetzt ſind? fragte Doris.Werden ſie wohl ſicher ſein?

Mein Vater wollte mit ſeinem Schützling nach einer Grube bei Brand fliehen und ſich darin verborgen halten. Der Oberſteiger dort iſt mein Pathe. Da ſind ſie gewiß ſicher.

Wirſt Du denn auch Deine Mutter beſuchen, die hier in der Nähe wohnt? fragte Doris weiter.

Nein, das erlaubt der Herr Graf nicht, weil mir unſere Feinde ſo gut nachſtellen, wie dem Vater und dem jungen Herrn Grafen, ſagte Emma;aber er will meine Mutter bald einmal in ſeinem Wagen herüber⸗ holen laſſen.

Da werde ich ſie denn auch kennen lernen, die Mutter meines Lieblings, ſagte Doris und ſchloß das