Schlüſſel zu meinem Offizier. Aber ich merkte wohl auf, wo er den Schlüſſel hinlegte. Sobald es dunkel war, räumte ich im Schuppen das Holz vor dem Fenſter, in dem die Ziegel nur ganz locker lagen, ſo weit als nö⸗ thig weg. In der Nacht, wie ich von meinem Poſten ab⸗ gelöſ't war, ſchlich ich mich in die Offiziersſtube. Wie ich gehofft, lag mein Offizier im ſüßen Schlaf. Ich bemäch⸗ tigte mich des Schlüſſels und ſtahl mich nach dem Ge⸗ fängniß. Mein Herr Graf erwartete mich ſchon. Schnell ging es nun heraus, die lockern Ziegel in der Fenſter⸗ höhle waren bald beſeitigt; wir ſtiegen hinaus und ge⸗ wannen das Freie. Wir liefen was wir konnten am Ufer hinab bis nach Pieſchen, wo wir Kähne angelegt fanden. Wir banden einen los und ſetzten über den Fluß. Am dießſeitigen Ufer angekommen, ſtießen wir den Kahn in den Fluß zurück, und flohen hinter der Friedrichſtadt weg, an Plauen vorbei in der Rich htung nach Dippoldiswalde hin. Am Morgen waren wir in der Nähe dieſer Stadt, gingen aber nicht hinein, ſondern hielten uns im Walde verborgen. In einer Köhlerhütte fanden wir ein Mittag⸗ brod und Obdach bis zum Abend, wo wir unſern Weg hierher fortſ S Da haſt Du uns nun mit Leib und Seele— aber nur für dieſe Nacht; morgen mit dem Frü⸗ heſten müſſen wir hinaus auf die Mordgrube. Der Ober⸗ ſteiger dort iſt unſer Gevatter, der muß mich und den
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