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Schickſale der Vorſtädte erzeugte eine beiſpielloſe Verwir⸗ rung unter den Bewohnern derſelben. Viele glaubten nicht an den Ernſt der Drohung, andere mochten ſich nicht von ihrem Eigenthum trennen, wieder andere flohen über Hals und Kopf, hier in die Stadt, dort auf's Land in's Lager der Oeſterreicher. Die Reibold gehörte zu denen, die nicht eher an den Ernſt der bekanntgemachten Dro⸗ hung glaubten, bis die mit ihrer Ausführung beauftrag⸗ ten Soldaten ihre Anſtalten trafen. Zetzt erſt entſchloß ſie ſich ihr Haus zu verlaſſen, aus dem ſie jedoch auf den ſchlimmſten Fall hin den größten Theil ihrer beſten Sa⸗ chen nach Menzel's Wohnung hatte ſchaffen laſſen Bei der Eile, mit der ſie endlich noch ihre übrigen beideg⸗ lichen Habſeligkeiten zuſammenraffte, vergaß ſie ein wach⸗ ſames Auge auf ihre ſchöne Gefangene zu haben, die
ihrerſeits zuſammenpackte, was ſie beſaß. Als die Reibold
endlich zum Auszug bereit war und Emma in ihrem Zimmer ſuchte, war ſie verſchwunden. Die Frau rief und ſuchte, allein Emma war und blieb fort. Halb be⸗ ſinnungslos eilte jene nach ihrem Zufluchtsort.
Emma nahm ihren Weg durch das verworrene Menſchengewühl, das auf den Straßen herrſchte, ganz unbeachtet nach dem Kaffeehauſe der Cagiorgi, wo ſie ſich vor der Hand verſtecken zu können hoffte, bis die Ver⸗ hältniſſe ihr geſtatteten, nach ihrer Heimath zu fliehen.


