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Die Malerin von Dresden : Erzählung / von Elfried von Taura
Entstehung
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mein unwiderruflicher Entſchluß iſt, die Vorſtädte nieder⸗ zubrennen, und daß Sie die Bewohner derſelben ſofort da⸗ von in Kenntniß zu ſetzen haben. Ich gebe Ihnen zum Ausräumen und Ausziehen 20 Stunden Zeit. Morgen Mittag wird das Signal zum Anzünden gegeben.

Der Bürgermeiſter warf ſich auf die Kniee und bat, den Beſchluß zurückzunehmen; allein der Gouverneur blieb dabei, und jener mußte ſich bequemen, den ihm er⸗ theilten Auftrag zu vollziehen.

Eine Stunde ſpäter ward in den Vorſtädten durch Ausrufer bekannt gemacht, weſſen ſie ſich nach dem Be⸗ ſchluß des Gouvernements zu verſehen hatten. Den Be⸗ wohkern, welche Verwandte und Freunde in der Stadt hatten, die ihnen ein Unterkommen gewährten, ward frei⸗ geſtellt, ſich mit ihren Habſeligkeiten in dieſelbe zu flüch⸗ ten, den Uibrigen ward gerathen, auf das Land zu ziehen.

Zu denen, die eine Zuflucht in der Stadt ſuchten, gehörte die Reibold, welcher bei dem Agenten Menzel ein Unterkommen in Ausſicht ſtand. Emma war bis dahin in ihrer Obhut geblieben und ſcheinbar ganz mit ihrer Lage zufrieden. Sie harrte jedoch, im Einverſtändniſſe mit ih⸗ rem Vater, der, jetzt wieder preußiſcher Soldat, ſie einen Tag um den andern beſuchen durfte, nur auf eine ſchick⸗ liche Gelegenheit zur Flucht. Dieſe Gelegenheit kam jetzt.

Die Bekanntmachung von dem bevorſtehenden