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Die Malerin von Dresden : Erzählung / von Elfried von Taura
Entstehung
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und daß der Gouverneur dem Marſchall Daun darauf erwiedern ließ, eher werde er ganz Dresden in Trümmer zuſammenfallen laſſen, ehe er ſich ergäbe. Und dem Schmettau ſieht das ähnlich; er iſt ein guter Herr, aber auch ein Eiſenkopf als Soldat.

Und wie ſollte Ihnen Doris helfen, wenn Ihre Befürchtung wahr würde? fragte Theophilus.

Was ſie mir helfen ſoll? entgegnete Riedel;je nun, ſie ſoll meine rechte Hand, mein Kopf ſein, wenn es drunter und drüber geht und ich den Kopf verliere. Sie iſt ſo klar und feſt, kein Unglück und keine Gefahr bringt ſie außer Faſſung; ſie würde der Engel der Gallerie ſein. Wir müſſen nun ſchon ſehen, wie wir ohne den Engel die herrlichen Schätze ſchützen, erwiederte Thev⸗ philus;ſollte das Bombardement eintreten, ſo ſtelle ich mich Ihnen zur Verfügung, wenn ich ſchon weiß, daß ich Doris nicht ganz erſetzen kann. i

Gut, ich nehme Ihr Erbieten an, ſagte Riedel, und lenkte ſodann das Geſpräch auf das Schickſal des jungen Grafen S., der, wie das Gerücht ging, ſeiner völ⸗ ligen Geneſung entgegeneilte und damit ſeinem Tode durch Pulver und Blei. ii

Das Gerücht log nicht. Theophiluß hatte Erkundi⸗ gung über den Gefangenen eingezogen und erfahren, daß