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Die Malerin von Dresden : Erzählung / von Elfried von Taura
Entstehung
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acht Tagen hab' ich ſie nicht geſehen. ZJetzt wollt ich ſie in ihrer Wohnung ſuchen, die war aber verſchloſſen. Bei der Gräfin S., wo ich den Portier nach ihr fragte, war ſie auch nicht. Nun komm' ich zu Ihnen; Sie müſſen doch wiſſen, wo ſie iſt.

Theophilus ſagte ihm, ſie ſei in Freibergsdorf, um dort in ländlicher Abgeſchiedenheit ihr Bild zu vollenden. Er mochte den guten Mann, der ſo innigen Antheil an Doris nahm, durch Mittheilung der vollen Wahrheit nicht beunruhigen, noch ihn ohne Noth wiſſen laſſen, daß ſie Mutter geweſen.

Das iſt mir ein rechter Strich durch die Rech⸗ nung, ſagte Riedel;ich hatte gehofft an Doris eine Stütze zu haben in dieſer angſtvollen Zeit. Ich kann vor Angſt und Sorgen wegen meiner Gallerie nicht mehr ſchlafen; ach, ich wollte lieber ſelbſt in der größten Todes⸗ gefahr ſchweben, als meine herrlichen Bilderſchätze der gräulichſten Zerſtörung ausgeſetzt ſehen!

Iſt denn das aber auch der Fall, lieber Freund? Glauben Sie denn, daß Daun die Stadt bombardiren wird? fragte Theophilus.

Er muß es faſt thun, verſetzte Riedel;Sie wiſſen wohl noch nicht, daß geſtern ein Parlamentär von den Belagerern in der Stadt war und den Gouverneur binnen dreimal 24 Stunden zur Uibergabe aufforderte,

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