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Die Malerin von Dresden : Erzählung / von Elfried von Taura
Entstehung
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ja ein prächtiges Atelier, ſagte Doris, wie ſie da hinein trat,da wird ſich's herrlich malen laſſen.

Theophilus blieb mit dem Gerichtsdirector noch eine halbe Stunde bei ihr. Wie gern wäre er noch Stunden bei ihr geblieben, die ſich im Unglück ſo groß und gut zeigte wie im Glück, und die durch manchen Blick, in dem ihre ganze Seele lag, ihm die ſelige Ahnung gab, daß einſt noch ſein höchſter Herzenswunſch die ſchönſte Erfül⸗ lung finden werde.

Leichteren Herzens, als er gekommen, eilte er nach Dresden zurück.

Wäre er einen Tag ſpäter zurückgekehrt, ſo würde er nicht mehr in die Stadt gekommen ſein. Denn am Tage nach ſeiner Rückkehr durchlief dieſelbe die Kunde, die Oeſterreicher hätten ſie eingeſchloſſen. Und es war ſo. Feldmarſchall Daun hatte nicht ſobald den Abzug des Prinzen Heinrich erfahren, als er ſich nach Dresden in Bewegung ſetzte, die geringe Beſatzung desſelben zur Uibergabe zu zwingen, und ſo die Preußen völlig aus Sachſen zu verdrängen.

Es war am 6. November. Theophilus ſaß in ſei⸗ nem Studierzimmer und las, als der Gallerie⸗Inſpector Riedel bei ihm eintrat. Der alte Herr ſah ganz erhitzt aus.Um's Himmels willen, Magiſter, ſagte er nach kurzem Gruß,ſagen Sie mir nur, wo unſere Doris iſt. Seit