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Die Malerin von Dresden : Erzählung / von Elfried von Taura
Entstehung
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den Begleiter zunächſt der Thür nieder.Was wünſchen die Herren, daß ich ſpiele? fragte ſie;ein ernſtes oder heiteres Stück?

Gleichviel, antwortete der Inſpector Riedel; haſt Du vielleicht ein Bergmannslied, da Du jedenfalls ein Bergmannskind biſt? Ja, ſagte das Mädchen;ich habe ein ganz neues. Sie prälndirte und ſang:

War einſt ein junges Bergmannsblut,

Das war ſo treu, das war ſo gut,

Das hielt mit ſeinem Gott den Bund,

Liebt' alle Welt von Herzensgrund; 3

Drum klang's ſo warm aus ſeinem Mund: Glück auf!

Das klang ſo lieb dem Steigerskind,

Wie Zitherklang ſo hold und lind,

In's tiefſte Herz klang's ihm hinein;

D Bergmann, wollteſt du mich frei'n,

Wie ſollt'ſt du mir gegrüßet ſein: Glück auf!

Der Bergmann ſah das Steigerskind, Er hat es warm und treu geminnt; Und wann er ſtieg aus tiefem Schacht,

Stand vor der Thür ſie auf der Wacht,

Da hat ihm's Herz im Leib gelacht:

Glück auf!