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Die Malerin von Dresden : Erzählung / von Elfried von Taura
Entstehung
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und Roſenblüthe ihrer Geſichtsfarbe, das wunderbare Feuer ihrer meerblauen Augen, die Fülle von Leben, die aus dieſen und allen Mienen ſprudelte, die reichen blon⸗ den Cylinderlocken, die ihren Nacken umwallten, die zwar noch nicht voll entwickelte, aber die herrlichſte Entfaltung verheißende Geſtalt das Alles gehörte zu ihren Vor⸗

zügen; aber es bildete noch lange nicht das wunderbare Ganze desſelben, das die beiden Freunde unwiderſtehlich

anzog.

Das Mädchen trug eine Zither in dem einen Arm jenes einfache Inſtrument, das in den Hütten der erzge⸗ birgiſchen Bergleute ſo heimiſch war. Es ließ ſich leicht

errathen, daß ſie das Mittel war, wodurch ſie dem blin⸗ den Greiſe und vielleicht einer ganzen Familie den Un⸗

terhalt erwarb. Iſt es hier erlaubt zu ſpielen? fragte das rei⸗

zende Geſchöpf die Wirthin.

Statt ihrer antwortete der alte Herr, der den Titel

Juſpector führte und kein anderer war, als der verdiente

Bildergallerie⸗Inſpector Riedel:Ei freilich, damit wir

auf ein anderes Thema kommen, denn die Debatte droht angenehm zu werden. Spiele, liebes Kind, und wenn Du ſingen kannſt, ſo ſinge etwas dazu! Die ganze Geſellſchaft rief:Ja ſpiele! ſpiele! Die junge Zitherſpielerin ſetzte ſich mit ihrem blin⸗