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Die Malerin von Dresden : Erzählung / von Elfried von Taura
Entstehung
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Und als er einſtens kam vom Schacht,

Da ſtand ſein Lieb nicht auf der Wacht;

Er ſuchte es daß' Gott erbarm!

Es lag in eines Fremden Arm;

Da grüßt er nicht vor bitterm Harm: Glück auf!

Zur Grube wieder geht er ſtill,

Das treue Herz ihm brechen will

Zerſchmettert fand man ihn am Grund.

Dem Steigerskind, das brach den Bund,

Sagt nimmer eines Knappen Mund: Glück auf!

Die kindliche Sängerin trug dies Lied ebenſo rein, als gefühlvoll vor. Die beiden Freunde, der Magiſter und der Inſpector, wurden davon tief ergriffen. Auch die übrige Geſellſchaft ſchien gerührt. Nur der junge De⸗ mosthenes von vornhin ſchien weniger erbaut.Gar nicht übel geſungen, meinte er;aber wozu ſolche ſentimen⸗ tale Lyrik in unſerer Zeit? Weißt Du kein herzhafteres, kein patriotiſches Lied, Mädchen?

Das Mädchen ſah den Sprecher mit großen Augen an; ſie verſtand nicht, was er wollte.

Sing doch einmal etwas auf die Preußen! fuhr der Maler fort.

Das Mädchen ſann ein wenig nach und ſang dann: