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Die Malerin von Dresden : Erzählung / von Elfried von Taura
Entstehung
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von den jüngeren Künſtlern ſchlechthin nicht anders als Mutter genannt, mochten ſie dieſelbe anreden oder gegen dritte Perſonen von ihr ſprechen. Sie war ihnen allen nicht blos eine aufmerkſame, freundliche und billige Wirthin, ſondern ſie ſtand ihnen, wo ſie konnte, mit Rath und That bei, ſie behandelte das junge muntere Volk abgeſehen davon, daß ſie ſich Speiſe und Trank bezahlen ließ in der That wie ihre Söhne. Nach der preußiſchen Occupation wendeten ſich die meiſten Künſtler von Dresden fort und Mutter Cagiorgi ſah ihr Kaſſee⸗ haus faſt veröden. Dafür haßte ſie aber auch die Preu⸗ ßen mit aller Gluth einer Italienerin, und machte aus dieſem Haß, trotz der preußiſchen Säbelherrſchaft und ihrer Späher, kein ſonderliches Hehl. Kein Preuße, der ſich in ihr Kaffeehaus verirrte, erhielt ein freundliches Ge ſicht vder ward ſo ſchnell, wie ſonſt ein Gaſt bewirthet. Nach und nach ward ſie auch von den Preußen gänzlich gemieden.. Dagegen ſammelte ſich allmälig ein Stamm Pa⸗ trioten in ihrer traulichen Stube, zu dem einige zurück⸗ gebliebene Künſtler und Gelehrte gehörten. Um die Däm⸗ merung war es da gewöhnlich ziemlich voll bei der Mut⸗ ter Cagiorgi, und wenn auch nicht das heitere harmloſe Leben von ſonſt ſich dann hier entfaltete, ſo doch ein ziemlich reges. Hier, meinten Alle, war man ſicher vor