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Die Malerin von Dresden : Erzählung / von Elfried von Taura
Entstehung
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eine den Wünſchen der Patrioten günſtige Wendung zu nehmen ſchien. König Friedrich ſchlug ſich weit von den ſächſiſchen Grenzen mit den Ruſſen herum, welche mit großer Heeresmacht Preußen überzogen hatten. In Sach⸗ ſen war nur eine kleine preußiſche Streitmacht zurückge⸗ blieben, deren Kern unter dem Befehle des Prinzen Hein⸗ rich bei Dresden lagerte. Die Schwäche dieſer Macht gab dem öſterreichiſchen Feldmarſchall Daun Hoffnung, Sachſen den Preußen zu entreißen, und er ſetzte ſich zu dieſem Zwecke nach Sachſen in Bewegung.

Bei der Nachricht von dem Herannahen der Oeſter⸗ reicher athmeten die Patrioten etwas freier auf. Nichts ſchien gewiſſer, als daß die kleine Streitmacht der Preu⸗ ßen der überlegenen Macht des öſterreichiſchen Fabins Cunctator werde erliegen müſſen. Hoffnung erweckt Muth;

die nahe Ausſicht auf den Sieg ihrer Sache ermuthigte

auch manchen Patrioten, ſtatt im Stillen über die Herr⸗ ſchaft der Fremden zu murren, auf Mittel zu denken, wie man Seiten des Volkes dazu beitragen könne, den Fall dieſer Herrſchaft zu beſchleunigen.

Damals gab es in dem ſogenannten Italieniſchen Dörfchen ein kleines Kaffeehaus, das der Witwe eines italieniſchen Steinmetzen, Namens Cagiorgi gehörte. Vor dem Kriege war dieſes Kaffeehaus ein Sammelplatz der Dresdner Künſtler geweſen. Mutter Cagiorgi ward